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Vortrag:
Wie viel Medienkonsum (v)erträgt mein Kind?
Atemlose Stille herrschte im Musiksaal der Federseeschule Bad Buchau,
als beim Themenabend „Wie viel Medienkonsum (v)erträgt mein
Kind?“ Ellen Bartsch und Rupert Weber von der Polizeidirektion Biberach,
sowie Hermann Schnirring vom Kreismedienzentrum über authentische
Fälle z.B. im Bereich Cyber-Mobbing den anwesenden Eltern und Lehrern
in Kurzfilmen und persönlichen Berichten nahebrachten. Die teilweise
sehr schockierende Brutalität der Täter und Täterinnen,
als auch die Hilflosigkeit der Opfer machte die Besucher der Veranstaltung
in höchstem Maße betroffen. Durch diese Fallbeispiele aus dem
Landkreis wurde auf drastische Weise deutlich, es passiert nicht irgendwo,
sondern direkt vor der Haustür, jedes Kind kann betroffen sein. Frau
Bartsch und Herr Weber gingen auf die strafrechtliche Seite dieser Delikte
ein. Gerade auch das Thema „illegales downloaden“ oft bagatellisiert,
wird aber inzwischen immer häufiger verfolgt und kommt die Täter
bzw. falls diese noch nicht strafmündig sind, die Eltern teuer zu
stehen. Jede Aktivität in der digitalen Welt hinterlässt Spuren.
Ein weiteres Thema waren die Gefahren des Internets und Verhaltensweisen
in Chatrooms. Daten im Internet können weltweit abgerufen werden
und eine Kontrolle ist dann kaum mehr möglich. Herr Schnirring machte
den Eltern klar, dass es kein Patentrezept im Bereich der Medienerziehung
gibt, dass es aber unerlässlich ist, mit den Kindern im Gespräch
zu bleiben, zeitliche Absprachen für die Mediennutzung zu treffen,
sich für die Aktivitäten der Jugendlichen zu interessieren und
nicht zuletzt auch Alternativen für die Freizeitgestaltung anzubieten.
Die Veranstaltung, organisiert durch den Förderverein Federseeschule
Bad Buchau e.V., endete nach über zwei Stunden mit hochinteressanter
Information.
BRUTAL
DIGITAL – Ravensburger Projekt zu Gast bei der Federseeschule
Bad Buchau
Der Theaterzirkus
Primero Paso aus Ravensburg hat am Donnerstag das Stück
„The Second Life vs. Sommererdbeeren“ für die Klassen
7 – 10 an der Federseeschule aufgeführt.
Es
zeigt in kurzen, bildstarken Szenen die Probleme auf, welche die modernen
Medien mit sich bringen. Angefangen bei der Ignoranz der Menschen, denen
der Computer oder der Fernseher wichtiger als die Mitmenschen sind, über
Albträume von Horrorfilmen und Splatter-Movies bis hin zum Ausnutzen
der scheinbaren Anonymität des Internets, die in Chatrooms oft missbraucht
wird. Auch die Verlockungen der Internetportale wie Youtube und Ebay werden,
zum Teil humorvoll, dargestellt. Untermalt wurde das ganze Schauspiel
von eigenen Raps, verschiedenen Soundtracks sowie Bildern und Texten auf
einer Leinwand im Bühnenhintergrund.
Die jungendlichen Schauspieler kamen durch ihre „coole Art“
bei den Schülern gut an und gaben ihnen die Botschaft mit auf den
Weg, sich Gedanken über die Glücksmomente im wirklichen Leben
zu machen, anstatt in die virtuelle Welt abzutauchen. Das Stück wurde
auf Initiative der Schulsozialarbeiterin Frau Adam, der Mithilfe der SMW
und der finanziellen Unterstützung des Fördervereins der Federseeschule
aufgeführt. Das Theater hat den Schülern Impulse für den
eigenen Umgang mit Medien vermittelt und an konkreten Beispielen aus ihrem
Leben die negativen Auswirkungen verdeutlicht.
Abbildung
-Szenenbild >>>
30.6.2009
Und
hier finden Sie die Präsentation zum Thema: Mobbing - Eine Veranstaltung
des Schulfördervereins
Wir
müssen hinsehen
Der
Vortrag vom 15. Juni 2009 an der Federseeschule Bad Buchau
„Wie
sieht eigentlich das typische Mobbing-Opfer aus?“
Diese Frage stellte der Sozialpädagoge Udo Bartsch, vom Haus Nazareth,
den Besuchern des Themenabends in der Federseeschule Bad Buchau. Nach
einigen Wortmeldungen wird klar: Es kann jeden treffen, es gibt keine
klare Definition. Die mit über 70 interessierten Eltern, Schüler
und Lehrern gefüllte Aula folgt gespannt den gravierenden Auswirkungen
des Mobbings und den Möglichkeiten diesem Phänomen entgegen
zu wirken, sowohl als Lehrer, Eltern und Schüler. Herr Bartsch macht
deutlich: „Wir sind alle gefordert hinzusehen, aufmerksam zu sein
und auch einzugreifen, wenn man diese Verhaltensweisen bemerkt.“
Er zeigt auf, welches Instrument des Mobbings gerade auch das Internet
ist, in dem sich die Mobber völlig anonym äußern können,
ohne Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden. Die Statistik spricht von 500
000 Mobbingopfern in der Schulwoche, die Dunkelziffer liegt vermutlich
weit höher. Die Folgen dieses Fehlverhaltens bereiten den betroffenen
Opfern oft ein Leben lang psychische Probleme. Nach dem Vortrag stellte
sich Herr Bartsch den Fragen des Publikums und auch die anwesende Schulsozialarbeiterin
Frau Adam führte angeregte Gespräche mit Gästen der Veranstaltung.
„Wir waren überrascht von der großen Besucherzahl, es
zeigt uns, dass wir das richtige Thema ausgewählt haben und wir weitere
interessante Themenabende veranstalten müssen!“ so die einstimmige
Meinung des organisierenden Fördervereins Federseeschule Bad Buchau.
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